2011-03-28

Ausbeutung durch Behindertenwerkstätten / HWK - Arbeitslosenhilfe Online e.V.

Ausbeutung durch Behindertenwerkstätten / HWK

Ein Freund von mir arbeitet seit 1,5 Jahren in einer sogenannten Behindertenwerkstätte (HWK Karlsruhe).
Er arbeitet dort mit anderen seelisch beinträchtigten Menschen 5,5 bis 6h am Tag als Landschaftsgärtner, Florist und Gärtner. Geistig Schwerbehinderte werden von der HWK auch in Verpackungs- und Lagerjobs (z.B. für L`Oreal) eingesetzt.
Die Aufträge erfolgen durch Firmen und werden regulär berechnet, zweieinviertel Jahre erhält er für diese Tätigkeit lediglich
70,- zusätzlich im Monat zur Grundsicherung (Hartz-4-Satz).
Leistungen der HWK beschränkten sich bislang auf Chauffiersdienste zur Arbeitsstelle und zurück, zugesagte Beratung beschränkt sich auf Platitüden a la "ihr seid ja alle behindert und könnt froh sein überhaupt arbeiten zu können" und dem wertvollen Hinweis, den Hausarzt aufzusuchen.
Anstelle von "Beratung und Betreuung", für die die dortigen Mitarbeiter ohnehin nicht ausreichend qualifiziert wären gibt´s Druck und emotionale Erpressung - "die Kollegen schaffen den Auftrag sonst nicht".
In der HWK ist mein Freund auf dem Dauerabstellgleis - und die HWK verdient daran.
Das Ganze ist zwar als gemeinnützige GmbH aufgezogen, es mag ja auch sein dass es für einige der schwerer Beeinträchtigten eine Möglichkeit zur Teilhabe am Leben darstellt, aber damit kann doch nicht der ganze Zweck dieser Organisation erfüllt sein, zumal die ja auch nach ihren Möglichkeiten eingesetzt und ausgenutzt werden?
Wisst ihr von irgendwelchen Initiativen, Organisationen oder dergleichen, die so eine mehr oder weniger dauerhafte (nach den 2,25 Jahren erfolgt eine Einstufung nach Tauglichkeit bis zu maximal 400,- Zuverdienst je nach Qualifikation) Abzocke beobachten, dokumentieren und im Bedarfsfall anfechten?
Ausbeutung durch Behindertenwerkstätten / HWK - Arbeitslosenhilfe Online e.V.

Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen/Artikel 16 - Freiheit von Ausbeutung, Gewalt und Missbrauch

www.inclusion.cc/

Kommentare:

  1. auch das sozialamt beteiligt sich am absahnen.das mittagessen gibt es umsonst,das amt brechnet dies aber als einkommen und ziet jeden monat 31 euro von der grundsicherung ab. dies geschied auch mit dem wheinachts und urlaubsgeld.er bekommt 190 euro im monat von der werkstätte und wird auch ausserhalb der werkstätte beschäftigt.

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    1. Da werden in einer Werkstatt Behinderte als einer der besten 10 Mitarbeiter hochgelobt.
      Ergebnis: Wenn eine Werkstattfeier ansteht mussten bzw müssen sie arbeiten und die anderen durften feiern.

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  2. he he ich habe noch ein besseren fall, mein junge bekommt 301 euro grundsicherung 186 euro kindergeld für seine arbeit die er verrichtet 110 euro die noch mit 40 euro vom amt angerechnet werden. wochenarbeitzeit mo-fr 8uhr bis 15.30 uhr sie müssen unter anderen hydraulik federn für pkw`s verpacken und in paletten sortieren. zu bezahlen hat er seine mietunterkunft seine kompletten nebenkosten seine verpflegung ausser mittagessen.
    abzocke, behinderte werden in deutschland ausgenutzt,

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  3. Zum Bericht vom 7.11
    Die hochgelobten bekamen 30 Euro mehr.Dafür eine Pause weniger jeden Tag und die 30 Euro wurden dann von der Grundsicherung abgezogen.Das dem Behinderten zu erklären wäre die Aufgabe von Pflegemutter bzw Pflegevater wurde uns gesagt.
    Gruss

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  4. Ich habe bei nix-gut gearbeitet die loben sich wie gut sie sich für behinderte einsetzen dort müssen die behinderten Überstunden machen sonntags arbeiten ohne das die gewerbeaufsichtsämter was davon wissen die behinderten mitkommen gesagt das sie das Maul halten sollen sie würden ja wo anders keine Arbeit bekommen rede Verbot während der Arbeit ich bin weg gegangen weil ich da nicht länger mehr mit machen könnte die Kontrollbehörden kümmern sich nicht und das beste der antifaschistische punkerversand macht das merchandising für frei wild eine rechts orientiere Band ich bin zum Glück nicht mehr dort beschäftigt mein gewissen hat es unmöglich gemacht

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  5. Sklaven der Industrie, und Staatt.

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  6. Ist voll die Ausbeuterei!
    Normal wenn von Mo-Fr gearbeitet wird,dann für einen normalen Lohn über 1000 Netto!!

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  7. In der Diskussion am Sontag Abend bei Jauch auf ARD sagte die Ministerin Frau Nahles im Zusammenhang mit dem Mindestlohn, dass anonyme Meldungen an den Zoll ausdrücklich erwünscht sind. Ehrenwort. Das stand sogar im Videotext.

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  8. Ein Bekannter von mir arbeitet in der WfbM HWK: Hierarchie undurchschaubar, Vorgesetzte oft laut und setzen emotional unter Druck, Sozialarbeiter: Beruf verfehlt, betriebsorientiertes Denken und Handeln auf dem Buckel der Arbeiter :(( ... keinerlei effektive Förderung = Endstation HWK ???????? Mensch, Leute, das darf doch alles nicht wahr sein, mir wirds kotzübel beim Gedanken an derart profitgierige Kreaturen !!!! Jammern allein hilft nicht, aber ne Idee, was man machen kann, habe ich zur Zeit auch nicht. :(

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