2011-11-11

Wormser Zeitung - „Wir müssen arg kämpfen“

Worms

„Wir müssen arg kämpfen“

11.11.2011 - WORMS
Von Ulrike Schäfer
FORUM Eltern und Vereine zum Umgang mit beeinträchtigten Menschen
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Menschen zu begegnen, die nicht den gängigen Erwartungen entsprechen: Man kann sie an den Rand drängen, man kann sie punktuell integrieren, aber man kann sie auch selbstverständlich ins normale Leben einbeziehen - sprich inkludieren. Das Recht auf uneingeschränkte Inklusion für Menschen mit Behinderungen ist zwar in der UN-Konvention von 2008 schon festgeschrieben worden, doch mit der Umsetzung hapert es. Deshalb lud der im März 2011 gegründete Verein „Gemeinsam leben - gemeinsam lernen Worms“ Oberbürgermeister Michael Kissel und andere Interessierte zu einer Diskussion ins Café Augenblick ein.
Die Eltern wünschen sich Rahmenbedingungen, die es ermöglichen, dass ihr beeinträchtigtes Kind auch im Kindergarten um die Ecke sowie in der Grund- und weiterführenden Schule aufgenommen werden kann. Nicht immer müsse schon alles perfekt sein, wenn man beeinträchtigte Kinder in „normale“ Schulklassen integriere, erzählte eine Pädagogin vom Karolinen-Gymnasium in Frankenthal, das hör- und sehgeschädigte sowie autistische Kinder aufgenommen hat. „Das klappt sehr gut“, sagte sie. Zwar fehle es an vielen Dingen. „Wir müssen arg kämpfen. In erster Linie aber ist es eine Frage der Haltung“, plädierte sie für mehr Mut.
Wormser Zeitung - „Wir müssen arg kämpfen“

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