2011-04-30

Interessante Produkte kommen aus den Eichsfelder Werkstätten - thueringer-allgemeine.de

Interessante Produkte kommen aus den Eichsfelder Werkstätten

  •  
  •  
  • 29.4.2011 Heiligenstadt Print Eichsfelder Werkstätten Beschäftigte Christian Schröter und Silvana Wieczorek TA-Foto:Sigrid Aschoff
Gut gefüllt sind die Auftragsbücher der Eichsfelder Werkstätten, in denen derzeit 370 Menschen mit Behinderung beschäftigt sind. Gefragt sind die Mitarbeiter vom Garten- und Landschaftsbau, die schon während der Wirtschaftskrise gut zu tun hatten, ebenso wie die aus dem Waschhaus, für das überlegt wird, extern Aufträge anzunehmen.

Interessante Produkte kommen aus den Eichsfelder Werkstätten - thueringer-allgemeine.de

Wenig Chancen auf Arbeit für Behinderte | Mecklenburg-Vorpommern | Dnews.de | Nachrichten auf einen Blick

Wenig Chancen auf Arbeit für Behinderte

Veröffentlicht: 30 April 2011 06:58
Verändert : 30 April 2011 06:58

Neubrandenburg (dpa/mv) - Menschen mit Behinderungen haben nach Ansicht des Allgemeinen Behindertenverbandes in Mecklenburg-Vorpommern (ABiMV) wenig Chancen auf eine existenzsichernde Arbeit. Für sie bleibe oft nur der Platz in einer geschützten Werkstatt, sagte der Verbandsvorsitzende Peter Braun der dpa. «Aber das ist keine Alternative.» Ein Werkstattplatz sichere Behinderten nicht die Existenz, denn sie erhielten dort nur «ein Taschengeld von 80 oder 120 Euro» und seien auf Sozialhilfe angewiesen. Der Verband wünsche sich eine Änderung der Finanzhilfen für Behinderte. «Es wird viel Geld ausgegeben, aber es kommt bei den Betroffenen nicht an», sagte Braun vor dem Aktionstag für Behinderte am 5. Mai.


Wenig Chancen auf Arbeit für Behinderte | Mecklenburg-Vorpommern | Dnews.de | Nachrichten auf einen Blick

Kommunaler Aktionsplan zur UN-Behindertenrechtskonvention

Würzburg, den 11. April 2011
Interfraktioneller Antrag:
Kommunaler Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention


Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
seit dem 26.03.2009 ist die zuvor durch den Bundestag und Bundesrat ratifizierte UN-Behinder­tenrechtskonvention in Deutschland gültig. Der bayerische Landtag hat die Konvention am 22.04.2010 zusätzlich anerkannt. Die Umsetzung der Behindertenrechtskonvention hat aus­drücklich auf allen staatlichen Ebenen zu erfolgen. Neben der Erarbeitung von Aktionsplänen auf Bundes- und auf Länderebene werden zunehmend Aktionspläne auch auf der kommunalen Ebene erstellt. Deshalb stellen die Unterzeichnenden den Antrag, der Stadtrat möge folgenden Kommunalen Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention beschließen:

Kommunaler Aktionsplan zur UN-Behindertenrechtskonvention

Österreich: Lebenshilfe zu Besuch bei Bundespräsident Dr. Heinz Fischer - BILD

Österreich

"Für ein Leben ohne Hindernisse" lautet das Motto 
des Aktionstages am 5. Mai. Barrierefreiheit und 
Gleichstellung für Menschen mit Behinderungen sind 
die Ziele. Selbstvertreter Hubert Raunjak: 
"Menschen, die in Werkstätten arbeiten, erhalten 
ein Taschengeld. Wir wollen einen gerechten Lohn 
für unsere Arbeit und einen Pensionsanspruch!" 

ots.at: Lebenshilfe zu Besuch bei Bundespräsident Dr. Heinz Fischer - BILD

Das Persönliche Budget für Menschen mit Behinderung Forderungen des PARITÄTISCHEN

"Mit der Einführung des Persönlichen Budgets wurde ein Paradigmenwechsel in der Behindertenhilfe eingeleitet: Teilhabe statt Fürsorge, Selbstbestimmung statt Fremdbestimmung, Freiheit statt Bevormundung – das Wunsch- und Wahlrecht der Betroffenen sollte endlich in den Mittelpunkt gerückt werden. (...) Entscheiden sich Menschen mit Behinderung für die Beantragung eines Persönlichen Budgets, sind sie im gesamten Verfahren – von der Antragstellung bis zur Bewilligung des Persönlichen Budgets – häufig erheblichen Widerständen und bürokratischer Willkür ausgesetzt."
mehr:

Das Persönliche Budget für Menschen mit Behinderung Forderungen des PARITÄTISCHEN

Auch Gabriel will dabei sein | SÜDKURIER Online

Bad Säckingen

30.04.2011 .

Auch Gabriel will dabei sein


Er ist klein, zierlich und wirkt zerbrechlich: Gabriel ist fünf Jahre alt und leidet an der Glasknochenkrankheit.
Auch         Gabriel     will dabei sein
Anja Hansen-Helf sieht in der inklusiven Beschulung von behinderten und nicht-behinderten Kindern für ihren an Glasknochen leidenden Sohn Gabriel große Vorteile für seine spätere Zukunft.
Bild: Ramsteck
Aber: Er weiß ganz genau, was er will, versprüht Lebensfreude, ist selbstbewusst und steht – trotz seiner Behinderung – Gleichaltrigen in der integrativen Gruppe des Regelkindergartens St. Josef in Wehr geistig in keiner Weise nach. Im kommenden Jahr wird Gabriel eingeschult. Doch auf welche Schule er gehen wird, steht noch nicht fest.
Inklusion lautet das Thema, das derzeit diskutiert wird. Hinter diesem Begriff verbirgt sich der gemeinsame Unterricht von behinderten und nicht-behinderten Kindern. „Inklusion betrifft Kinder mit jeglicher Behinderungsform, Kinder, die Sonderschulen besuchen, Erziehungshilfe benötigen wie auch Förderschüler und chronisch kranke Kinder“, erläutert Helmut Rüdlin, Leiter des staatlichen Schulamtes Lörrach. Die Sonderschulen sollen dabei als Sonderbildungszentren erhalten bleiben und mit den Regelschulen vernetzt werden. „Die Zukunft der Schulbildung liegt nicht darin, zunehmend spezialisierte Schulformen zu schaffen, sondern der Heterogenität der Schüler gerechter zu werden“, bringt er es auf den Punkt. „Die Inklusion ist eine Art und Weise, mit der dieses Ziel erreicht werden kann.“

Auch Gabriel will dabei sein | SÜDKURIER Online

Kindergeld für Behinderte nicht antastbar - Panorama - WDR.de

Grundsatzurteil des Finanzgerichts Münster

Kindergeld für Behinderte nicht antastbar

Kommunen in Deutschland dürfen nicht ohne Weiteres das Kindergeld für behinderte Kinder einfordern, wenn diese unter einem Dach mit ihren Eltern leben. Diese bundesweite gültige Grundsatzentscheidung fällte das Finanzgericht Münster.
Behinderte Kinder; Rechte: dpaBild vergrößern
Streitpunkt: Kindergeld für behinderte Kinder
In dem am Freitag (29.04.11) veröffentlichten Urteil traten die Richter den Überlegungen vieler deutscher Städte und Kreise entgegen, das Kindergeld als Ausgleich für eigene Leistungen einzufordern. Die Kommunen führen an, dass sie für die Kinder schließlich eine sogenannte Grundsicherung zahlten. Dieser Argumentation folgte das Finanzgericht in Münster nicht. Entscheidend sei, wie viel die Eltern zum Unterhalt beitragen. Kommunen sind gesetzlich verpflichtet, im Sinne der Steuerzahler immer wieder mögliche Ansprüche auszuloten und gegebenenfalls geltend zu machen.

Kindergeld für Behinderte nicht antastbar - Panorama - WDR.de

Im Rollstuhl statt im Heim daheim - mz-web.de

Dessau-Roßlau

Im Rollstuhl statt im Heim daheim

VON SILVIA BÜRKMANN, 28.04.11, 20:13h, aktualisiert 28.04.11, 20:34h
Matthias Grombach

Matthias Grombach. (FOTO: PRIVAT)
Bild als E-Card versenden Bild als E-Card versenden
DESSAU/MZ. Der Sommertag vor 20 Jahren - er hat sich unauslöschlich in das Gedächtnis von Matthias Grombach eingebrannt. Nach einem Sprung in einen Dessauer See sind alle Kapitel seines jungen Lebens plötzlich zugeklappt. Ohne Chance noch einmal zurückzublättern. Der damals 15-Jährige überlebt den Unfall, auch dank des schnellen Eingreifens seiner Freunde. Zwei Halswirbel aber sind gebrochen, das Rückenmark verletzt. Nach der Operation in einer Magdeburger Klinik das Finale im letzten Kapitel des ersten Lebens: Matthias Grombach wird für immer gelähmt bleiben und auf die Hilfe anderer angewiesen.
Die nächsten 13 Jahre lang betreuen die Eltern den Sohn, bis deren eigene gesundheitlichen Probleme eine Pflege zu Hause nicht mehr möglich machten. Matthias Grombach wird in einem Dessauer Altenheim untergebracht, wie er selbst sagte: "aus Mangel an Alternativen mit vorübergehender Zustimmung, dann gegen meinen ausdrücklichen Willen". Ein knapp 30-Jähriger gehöre nicht in ein Altenheim, ist er überzeugt. Und dankbar, zur rechten Zeit von der Möglichkeit einer "persönlichen Assistenz" erfahren zu haben.
Damit ist jegliche Form der Hilfe beschrieben, die der Person ermöglicht, ihr Leben mit allen Beeinträchtigungen möglichst selbstbestimmt zu leben. Nach diesem modernen Modell erhalten die Bedürftigen einen monatlichen Betrag, für den sie ihre Pflege selbst organisieren. Bestenfalls in der eigenen Wohnung. Die Finanzierung läuft für gewöhnlich durch die Krankenkassen, Pflegekassen und Sozialämter. Matthias Grombach stellt einen Antrag für dieses "persönliche Budget" im Februar 2007 beim zuständigem Sozialhilfeträger.
Der Fortgang der Geschichte ist kein Selbstläufer. Matthias Grombach wird zum Kämpfer im Rollstuhl. Nach einer ersten Absage aus der Sozialagentur Sachsen-Anhalt zieht er vor das Sozialgericht, ersucht und erhält Unterstützung von den Behindertenbeauftragten der Bundes- und Landesregierungen und von Bundestags- und Landtagsabgeordneten sowie Dessau-Roßlauer Stadträten, zum Beispiel Monika Andrich.
2009 kommt wieder Bewegung in das Verfahren. Inzwischen hat auch der Bundestag die UN-Konvention über die Rechte der Menschen mit Behinderungen ratifiziert. Matthias Grombach wird vom Rollstuhl aus aktiv: per Handy und sprachgesteuertem Computer trägt er seine Geschichte in Internet-Foren vor, erfährt Zuspruch und Unterstützung. 2009 fällt dann die Entscheidung über den Auszug aus dem Altenheim in eine eigene Wohnung. Grombach hat vor dem Landesgericht Halle mit der Sozialagentur am 31. August 2009 einen Vergleich geschlossen.
Und 2010 öffnet sich dann wirklich die Tür zu einem neuen Lebensabschnitt. Am 14. Februar zieht Matthias Grombach aus dem Altenheim in seine eigene, neue Wohnung. Der Vergleich ermöglicht ihm die Rolle eines Arbeitgebers für Assistenten. Die Hilfeleistungen umfassen einen 24-Stunden-Zeitraum.
Seit einem Jahr nun lebt Matthias Grombach in den eigenen vier Wänden. In einer barrierefreien, mit Fahrstuhl zugänglichen Wohnung in Dessau-Nord. "Mir geht es gut", sagt der mittlerweile 34-Jährige und verdrückt sich ein Grinsen: "Den Umständen entsprechend mit allen körperlichen Beeinträchtigungen." Mit seinen Assistenten ist der junge Mann derzeit viel unterwegs. Über eine Bundesinitiative und im "Forum selbstbestimmter Assistenz behinderten Menschen e.V." (ForseA) informiert Matthias Grombach landes- und bundesweit u. a. über das persönliche Budget und Assistenzmodell. Wie die Initiative heißt? Sehr treffend: "Daheim statt Heim".
Für das ZDF recherchierte Annette Pöschel einen Beitrag, der Grombachs Odyssee am Sonnabend, 17.45 Uhr, in "Menschen - das Magazin" beschreibt.


Im Rollstuhl statt im Heim daheim - mz-web.de

2011-04-29

Gesetz zur sozialen Teilhabe - mz-web.de

Entwurf

Gesetz zur sozialen Teilhabe

erstellt 28.04.11, 20:13h, aktualisiert 28.04.11, 20:32h
Halle (Saale)/MZ. Seit März 2009 ist das UN-"Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen" (Behindertenrechtskonvention - BRK) in Deutschland geltendes Recht. Eines der Schlüsselprinzipien der BRK ist die Selbstbestimmung und begründet für Menschen mit Behinderungen das Recht, ihren Aufenthaltsort selbst zu wählen und zu entscheiden, wo und mit wem sie leben wollen.
Die bereits seit einigen Jahren diskutierte Reform der Eingliederungshilfe soll die Selbstbestimmung und gleichberechtigte Teilhabe mit entsprechender Assistenz für Menschen mit Behinderungen stärken und in einem Gesetz zur Sozialen Teilhabe (GST) münden.
Am 4. Mai 2011 wird in der Landesvertretung von Sachsen-Anhalt in Berlin der Bundesverband Forum selbstbestimmter Assistenz behinderter Menschen (ForseA) einen Entwurf für ein Gesetz zur Sozialen Teilhabe der Öffentlichkeit vorstellen. Zuvor wird der Entwurf den Medien in der Bundespressekonferenz präsentiert.

Gesetz zur sozialen Teilhabe - mz-web.de

Evangelischer Pressedienst (epd) - Landesdienst West

UNESCO-Experten bieten Kommunen Beratung zu inklusiver Bildung an

Bonn (epd). Die UNESCO bietet Kommunen eine Beratung zum gemeinsamen Unterricht von behinderten und nichtbehinderten Kindern an. Bis 15. Juni könnten sich Kommunen und Regionen, die sich bereits eingehend mit dem Thema beschäftigt hätten, um eine Beratung "Inklusive Bildung" am 30. August in Bonn bewerben, kündigte die Deutsche UNESCO-Kommission am Freitag in Bonn an.

Inklusive Bildung sei nicht allein Sache der Schulen, hieß es. Sie gelinge umso besser, je stärker alle Personen und Institutionen beteiligt und eingebunden würden, die für Bildung verantwortlich sind, vom Kindergarten bis zur Jugendhilfe.
Hintergrund ist die seit 2009 in Deutschland geltende UN-Behindertenrechtskonvention. Danach haben alle Kinder mit Behinderung einen Anspruch auf gemeinsamen Unterricht in einer allgemeinen Schule. In Europa werden nach UN-Angaben derzeit über 80 Prozent der Kinder mit sonderpädagogischem Bedarf an Regelschulen unterrichtet. In Deutschland sind es rund 20 Prozent aller behinderten Kinder. Auch Kinder mit Migrationshintergrund besuchen überdurchschnittlich hierzulande oft Förderschulen, in denen sie keinen qualifizierten Schulabschluss erwerben.

Evangelischer Pressedienst (epd) - Landesdienst West

Referentenentwurf zum Nationalen Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention

Referentenentwurf zum Nationalen Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention  
Donnerstag, den 28. April 2011 um 06:15 Uhr
Der Paritätische Gesamtverband:
Sehr geehrte Damen und Herren,
uns liegt seit heute der Referentenentwurf für den Nationalen Aktionsplan
(Stand 27.04.2011)zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention vor.
Der Aktionsplan gliedert sich in folgende Themenbereiche:
1.
Einleitung
2.
Der neue Behindertenbericht und Verbesserung der Datenlage
3.
Handlungsfelder (Arbeit und Beschäftigung; Bildung; Prävention, Rehabilitation,
Gesundheit und Pflege;Kinder, Jugendliche, Familie und Partnerschaft; Frauen;
ältere Menschen; Bauen und Wohnen; Mobilität;
Kultur und Freizeit; Gesellschaft und politische Teilhabe;
Persönlichkeitsrechte; Internationale Zusammenarbeit)
4.
Bewusstseinsbildung (Information und Repräsentation)
5.
Verfahren (Entstehung und Umsetzung des Nationalen Aktionsplans,
Zusammenarbeit und Evaluation)
6.
Maßnahmentabelle (entsprechend den Handlungsfeldern)
7.
Anhang mit Adressen und der Text der UN-Behindertenrechtskonvention.
Darüber hinaus sollen das Vorwort der Ministerin und eine Kurzfassung des
Plans nach der Anhörung der Verbände und Länder erstellt werden.
Im Anschreiben zum Referentenentwurf des Bundesministeriums für
Arbeit und Soziales (BMAS)wird darauf hingewiesen, dass bisher noch nicht alle
Handlungsfelder, insbesondere das Kapitel "Persönlichkeitsrechte" innerhalb der
Bundesregierung abgestimmt sind. Hierzu sollen die Verbände schnellstmöglich die
entsprechenden Informationen erhalten.
Die Verbände haben die Möglichkeit, eine Stellungnahme bis zum 11. Mai 2011
abzugeben, eine Anhörung ist für den 12. Mai 2011 in Berlin geplant. Das Kabinett
soll sich Anfang Juni 2011 mit dem Referentenentwurf befassen.
Der PARITÄTISCHE Gesamtverband wird sich bemühen, eine Stellungnahme
innerhalb dervorgegebenen Frist abzugeben. Zu beachten ist, dass die
Handlungsfelder und Maßnahmen auch weitere Fachbereiche, z. B. Bildung, Pflege,
Gesundheit, Kinder- und Jugendhilfe und Betreuungsrecht betreffen.
Der Referentenentwurf zum Nationalen Aktionsplan und das Anschreiben
des BMAS sind als Downloads nebenstehend hinterlegt.
Referentenentwurf zum Nationalen Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention

Aktionsplan: Behinderte einbeziehen | Rhein-Main - Frankfurter Rundschau

11 | 10 | 2010

Aktionsplan
Behinderte einbeziehen

Hessen arbeitet an einem Landesaktionsplan, um die UN-Behindertenrechtskonvention umzusetzen.
Zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention ist in Hessen ein Landesaktionsplan in Arbeit. Daran beteiligt ist eine landesweite Arbeitsgruppe aus Vertretern von Behindertenverbänden, wie das Sozialministerium am Montag in Butzbach mitteilte. „Unser Ziel ist Inklusion von Anfang an. Das gilt auch für die Erarbeitung des Maßnahmenkatalogs“, sagte Staatssekretärin Petra Müller-Klepper.
Das Sozialministerium in Wiesbaden wurde als zentrale Anlaufstelle benannt, um den weiteren Prozess mit dem Bund und der EU zu koordinieren. Im Ministerium wird auch eine eigene Stabsstelle „UN-Behindertenrechtskonvention“ eingerichtet. Die Staatssekretärin hob hervor, Menschen mit Behinderung seien von Anfang an bei allen wesentlichen Entscheidungen in vollem Umfang einzubeziehen. Nicht nur, weil sie Experten in eigener Sache seien, sondern auch, weil Selbstbestimmung und Teilhabe das Ziel auf allen Ebenen sein sollte.( dapd)

Aktionsplan: Behinderte einbeziehen | Rhein-Main - Frankfurter Rundschau

2011-04-28

Jenseits von Beschränkungen | Video on TED.com

Jenseits von Beschränkungen

Aktivist Caroline Casey erzählt die Geschichte ihres ungewöhnlichen Lebens. Sie beginnt mit einer Enthüllung (keine Spoiler). Careys Vortrag stellt unsere Denkweise in Frage. Sie bittet uns, die Grenzen zu überschreiten, hinter denen wir uns vermeintlich befinden.

Jenseits von Beschränkungen | Video on TED.com

Kulturfestival für die Integration | SÜDKURIER Online

Pfullendorf
28.04.2011 .

Kulturfestival für die Integration


Ein bislang einmaliges Kulturfestival initiiert die Dorfgemeinschaft Lautenbach für das Jahr 2012, das organisatorisch vom Pfullendorfer Kulturmacher André Heygster und Klaus Hilsenbek von der Dorfgemeinschaft gestemmt wird.Unter dem Motto „Kufe 12“ finden in der Bodenseeregion sowie angrenzenden Landkreisen mehr als 100 Veranstaltungen statt, bei denen das Thema „Integration“ im Mittelpunkt steht.
Ein bislang einmaliges Kulturfestival initiiert die Dorfgemeinschaft Lautenbach für das Jahr 2012, das organisatorisch vom Pfullendorfer Kulturmacher André Heygster und Klaus Hilsenbek von der Dorfgemeinschaft gestemmt wird. Unter dem Motto „Kufe 12“ finden in den Landkreisen Sigmaringen, Biberach sowie dem Bodenseekreis mehr als 100 Veranstaltungen statt, bei denen das Thema „Integration“ im Mittelpunkt steht. Die Organisatoren lassen sich dabei von einem Satz des früheren Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker leiten: „Der eine ist taub, der andere humorlos, der Dritte langsam im Denken, der Vierte unsozial. Behinderung ist nichts anderes als Verschiedenheit.“ Seit 2008 gilt die UN-Behinderten-Konvention, die Menschen mit Behinderung allen anderen Bewohnern gleichstellt und allein in Deutschland leben schätzungsweise zehn Millionen Menschen mit Behinderung. Und so entstand vor zwei Jahren die Idee ein Festival zum Thema Integration von behinderten Menschen zu organisieren, das alle Aspekte künstlerischen Schaffens mit einbezieht. „Wir machen uns quasi auf Schatzsuche, auf die Suche nach den Ressourcen der Menschen, die wir seelenbedürftig nennen, die andersartig oder ausgegrenzt sind“, erläutert André Heygster die Konzeption. Für ihn und seine Mitstreiter geht der Begriff Behinderung weit über körperliche oder geistige Einschränkungen hinaus, sondern betrifft alle Menschen, die in irgendeiner Form von der Gesellschaft an den Rand gedrängt werden.

Kulturfestival für die Integration | SÜDKURIER Online

Beirat für Menschen mit Behinderung beteiligt sich am Protesttag der “Aktion Mensch” - Dorfinfo.de


am 5. Mai 2011 Europäischer Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung steht unter dem Motto "Inklusion beginnt im Kopf"
Iserlohn. (Märkischer Kreis) Am 26. März 2009 trat die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen in Deutschland in Kraft. Der Begriff Inklusion ist eines der Schlüsselworte des Übereinkommens. Der vom Wort inclusio - lateinisch für Einschluss - abgeleitete Begriff steht für den Anspruch, Menschen mit Behinderungen von vornherein als Teil der Gesellschaft zu begreifen. Das bedeutet, die Gesellschaft hat die Aufgabe, sich so zu organisieren, dass jeder daran teilhaben kann. Menschen mit Behinderung haben ein Recht darauf, als Teil der Gesellschaft gleichgestellt zu sein und von Anfang an dazu zu gehören.
Die "Aktion Mensch" veranstaltet jährlich am 5. Mai einen Protesttag zu unterschiedlichen Themen. Das diesjährige Motto lautet: "Inklusion beginnt im Kopf".
In Iserlohn laden an diesem Tag der Beirat für Menschen mit Behinderung in Kooperation mit dem Friederike-Fliedner-Berufskolleg zu verschiedenen Aktionen in die Corunnastraße 3 ein:

Beirat für Menschen mit Behinderung beteiligt sich am Protesttag der “Aktion Mensch” - Dorfinfo.de

Allgemeine Zeitung - Im „Yellow“ kann länger gefeiert werden

Im „Yellow“ kann länger gefeiert werden

28.04.2011 - INGELHEIM
(soh). In der jüngsten Sitzung des Jugend- und Sozialausschusses war erneut die Spielleitplanung in Frei-Weinheim und Sporkenheim ein Thema (die AZ berichtete). Stimmt der Stadtrat der Planung zu, wird die Jungaue durch ein Starterprojekt aufgewertet. (...)
Der Antrag der SPD zur „Umsetzung der UN-Konvention über die Rechte der Menschen mit Behinderungen - Aktionsplan für Ingelheim“ wurde noch einmal vertagt.
Allgemeine Zeitung - Im „Yellow“ kann länger gefeiert werden

Diskriminierungsschutz in internationalen Verfahren nach der UN-Behindertenrechtskonvention durchsetzen: Beteiligungsmöglichkeiten für Verbände

07.06.2011 10:00-17:30 | Berlin

"Diskriminierungsschutz in internationalen Verfahren nach der UN-Behindertenrechtskonvention durchsetzen: Beteiligungsmöglichkeiten für Verbände"

Ziel des Seminars ist es, in die menschenrechtlichen Grundlagen zum Diskriminierungsschutz einzuführen und die Rechte und Beteiligungsmöglichkeiten für Verbände zum Diskriminierungsschutz in internationalen Verfahren vorzustellen. Am Beispiel der UN-Behindertenrechtskonvention sollen dabei konkrete Handlungsmöglichkeiten und Umsetzungsstrategien für Verbände behandelt und die Bedeutung der Beteiligungsmöglichkeiten für die politische Lobbyarbeit und für das Bewirken struktureller Veränderungen thematisiert werden.
institut-fuer-menschenrechte.de

MIT in der Gesellschaft - Reutlinger General-Anzeiger - Region Reutlingen - Neckar + Erms

Soziales - Neue Beratungsstelle will Menschen mit Behinderung mehr ins gesellschaftliche Leben einbinden

MIT in der Gesellschaft

METZINGEN. Die Vorgaben der Vereinten Nationen sind klar. Menschen mit Behinderung sollen gleichberechtigt am gesellschaftlichen Leben teilhaben können, gebietet die UN-Behindertenrechtskonvention, die neben vielen anderen Staaten auch Deutschland ratifiziert hat. Brücken zu einer erweiterten Teilhabe will die neue Metzinger Beratungsstelle für Inklusion und Teilhabe (MIT) bauen.
Menschen mit Behinderung sollen gleichberechtigt am gesellschaftlichen Leben teilhaben können.
Menschen mit Behinderung sollen gleichberechtigt am gesellschaftlichen Leben teilhaben können. FOTO: dpa
Sie ist bis auf Weiteres im WIM-Haus in der Metzinger Straße 11 in Neuhausen untergebracht. Reiner Fritz von der Bruderhaus-Diakonie, die die Beratungsstelle zusammen mit dem Trägerverein des WIM-Hauses betreibt, hat das vorerst auf drei Jahre befristete Projekt kürzlich im Gemeinderat vorgestellt. Spenden der Paul-Lechler-Stiftung sichern große Teile seiner Finanzierung.

»Noch sind die Lebenswelten von Menschen mit und ohne Behinderung sehr stark getrennt«, muss Fritz feststellen. Das soll sich mithilfe der MIT-Beratungsstelle ändern, die mit einer zu fünfzig Prozent angestellten Fachkraft besetzt ist. Bei ihr erhalten Gehandicapte Rat, wie sie mehr im »normalen« Leben dabei sein können. Aber auch sozial engagierte Ehrenamtliche können ihr Engagement über die Beratungsstelle an die Frau oder den Mann bringen. Weiter geht es den MIT-Trägern darum, Vereine, Kommune und Kirchen behindertenfreundlich zu vernetzen. Ideen zu schmieden, »wie sich ihr Angebot so verändern könnte, dass Menschen mit Behinderung dabei sein können«.
MIT in der Gesellschaft - Reutlinger General-Anzeiger - Region Reutlingen - Neckar + Erms

Schleswig-Holstein: Für mehr Gerechtigkeit und die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention

Schleswig-Holstein:

Für mehr Gerechtigkeit und die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention

(me/bsk-pr) „Wir wollen uneingeschränkt am Leben teilhaben“, bringt es Angelika Mincke auf den Punkt. Seit die Vorsitzende der „Aids und Behinderten Selbsthilfegruppe ABS“ vor zwei Jahren zum ersten Mal in Ratzeburg zur Teilnahme am europaweit stattfindenden Protesttag aufrief, hat sich viel getan – wenn auch die wichtigsten Ziele längst nicht erreicht sind.
Was ihr Engagement aber bewirkt hat: Immer mehr Bürger setzen sich ein für einen menschengerechten Umgang mit Behinderten, auf sozialer, politischer und humaner Ebene. Sichtbar wird das am 5. Mai 2011, wenn um 15 Uhr am Asmus-Bremer-Platz in Kiel die schleswig-holsteinische Protestaktionen beginnen.
UN-Behindertenrechtskonvention - BSK e.V.

Protesttag 2011: Menschen mit Behinderung fordern mehr Gleichbehandlung -  Dorstener Zeitung

Protesttag 2011Menschen mit Behinderung fordern mehr Gleichbehandlung

SCHERMBECK Am "Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung", den die Verbände der Behindertenhilfe und - selbsthilfe in Kooperation mit der "Aktion Mensch" am 5. Mai veranstalten, beteiligen sich auch Bewohner und Mitarbeiter des Schermbecker Behindertenwohnheimes "Haus Kilian".Von Helmut Scheffler
Mit selbst gemalten Bildern wollen die Bewohner und Mitarbeiter in den Schaufenstern Schermbecker Geschäfte für ihr Anliegen werben. (...)
„Inklusion beginnt im Kopf“, stellt Förster fest und verwendete dabei jenen Begriff „Inklusion“, der sich gegenwärtig in der Gesellschaft immer stärker im Sinne von gleichberechtigter Teilhabe etabliert.

Protesttag 2011: Menschen mit Behinderung fordern mehr Gleichbehandlung - Dorstener Zeitung

ERASMUS-Mobilität für alle: Auslandsaufenthalt mit Behinderung

Fachtagung ERASMUS-Mobilität für alle: Auslandsaufenthalt mit Behinderung am 02./03. Mai 2011 in Bonn

Mit der Fachtagung möchte die Nationale Agentur auf Mobilitätsperspektiven von Behinderten im Kontext von ERASMUS aufmerksam machen. Sie möchte eine Plattform schaffen, die mittel- und langfristig eine Verbesserung der Rahmenbedingungen an den Hochschulen erreicht.
Am 3. Mai 2011 findet in Bonn die erste Fachtagung zum Thema "ERASMUS-Mobilität für alle: Auslandsaufenthalt mit Behinderung" statt. Mit der Veranstaltung möchte der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD), der in Deutschland für das Bundesministerium für Bildung und Forschung die Aufgaben einer Nationalen ERASMUS-Agentur wahrnimmt, auf Mobilitätsperspektiven von Behinderten im Rahmen des ERASMUS-Programms der EU aufmerksam machen. Die Tagung hat das Ziel, die Rahmenbedingungen für Studierende mit Behinderungen an Hochschulen mittelfristig zu verbessern und so die Voraussetzungen für mehr Mobilität zu schaffen.

ERASMUS-Mobilität für alle: Auslandsaufenthalt mit Behinderung

Behinderte leben Städtepartnerschaft Weilburg – Zevenaar | Weilburger Nachrichten

Behinderte leben Städtepartnerschaft Weilburg – Zevenaar

Guten Tag, Weilburg! (28.04.2011, PM) Behinderte Menschen und Aktive in der Behindertenarbeit aus Weilburg fahren vom 20. bis 22. Mai zu einem Begegnungstreffen in Weilburgs niederländische Partnerstadt Zevenaar. Mit diesem Treffen wird die Zusammenarbeit und der fachliche Austausch zu kommunaler Behindertenarbeit zwischen Weilburg und Zevenaar weiter gestärkt. Bereits im Vorjahr fand ein Treffen der Behindertenbeauftragten von Weilburg und Zevenaar in der Residenzstadt an der Lahn statt. An dem jetzigen Treffen in Zevenaar nehmen aus Weilburg die Behindertenbeauftragte Lilo Witzke, die Fachbereichsleiterin Martina Mehl, Behinderte und Bürgermeister Hans-Peter Schick teil.

Behinderte leben Städtepartnerschaft Weilburg – Zevenaar | Weilburger Nachrichten

Main-Spitze - Zivildienstabschaffung: Personalmangel bei Werkstätten für Behinderte Rhein-Main

Zivildienstabschaffung: Personalmangel bei Werkstätten für Behinderte Rhein-Main

28.04.2011 - RÜSSELSHEIM
Von Carina Schmidt
Früher waren es über 30, aktuell sind es nur noch zwei und im Sommer wird der letzte Zivi bei den Werkstätten für Behinderte Rhein-Main (WfB) seinen Dienst beginnen. Wie der Personalmangel abgefangen werden soll, das steht noch in den Sternen.

Main-Spitze - Zivildienstabschaffung: Personalmangel bei Werkstätten für Behinderte Rhein-Main

Salzburg - Neuer Beirat: Behinderte für Jobs unterstützen - oesterreich.ORF.at

Neuer Beirat: Behinderte für Jobs unterstützen
Menschen mit Beeinträchtigungen haben noch immer mit unterschiedlichsten Benachteiligungen zu kämpfen - etwa in der Arbeitswelt. Der am Mittwoch gegründete Salzburger Behindertenbeirat soll Abhilfe schaffen.
Neuer Beirat: Behinderte für Jobs unterstützen - oesterreich.ORF.at

Der Fall der Renate Lieckfeldt: Wegen Krebs abgelehnt: Die verhinderte Rektorin - Politik | STERN.DE

Wegen Krebs abgelehnt: Die verhinderte Rektorin

Sie ist zur Rektorin einer Hochschule gewählt worden und darf nicht antreten, weil sie Krebs hatte: Der Fall Renate Lieckfeldt entfacht die Debatte darüber, ob eine solche Entscheidung ethisch vertretbar ist. Von Friederike Ott

Renate Lieckfeldt, Leipzig, HTWK, Rektorin, krebskrank, Krebs, Wissenschaftsministerium
Renate Lieckfeldt. Die gewählte Rektorin der HTWK in Leipzig darf ihr Amt nicht antreten© dpa
Sie hatten Transparente aufgehängt, Musiker engagiert und mit Megaphon vor der Universität protestiert. 24 Stunden lang hielten bis zu 50 Studenten das Rektorat der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur (HTWK) in Leipzig besetzt. Am Donnerstagmorgen um sieben Uhr war die Protestaktion beendet. Sie wollten auf das Schicksal ihrer neu gewählten Rektorin Renate Lieckfeldt aufmerksam machen. Sie soll ihren Posten nicht antreten - wegen Krebs. Dabei ist die Erkrankung überstanden. (...)
Im Augenblick sei die Wissenschaftlerin nicht krank, sondern behindert. Die Behinderung bestehe darin, dass der Krebs wieder ausbrechen kann. "Wenn man jemanden wegen seiner Behinderung nicht verbeamtet, ist das eine Diskriminierung und nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz verboten", so der Anwalt. Außerdem verpflichte das Sozialgesetzbuch den Staat sogar, schwerbehinderte Menschen als Beamte zu beschäftigen.
Der Fall der Renate Lieckfeldt: Wegen Krebs abgelehnt: Die verhinderte Rektorin - Politik | STERN.DE

Mainz: Entwurf für Inklusion in Schulen steht

Entwurf für Inklusion in Schulen steht

28.04.2011 - MAINZ
OK WW
(bki). Der Entwurf steht. Im Rahmen der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention konzipiert der Arbeitskreis „Soziales, Arbeit und Bildung” des Mainzer Behindertenbeirats seit mehreren Wochen einen Aktionsplan für ein inklusives Schulsystem in Mainz. Behinderte und nicht-behinderte Schüler sollen dabei gemäß der Konvention gemeinsam unterrichtet werden. In seiner Sitzung erklärte der Behindertenbeirat nun, was sich an Schulen ändern soll.
Die allgemeinen Ziele des Aktionsplans umfassen systematische Angebote inklusive Bildung und Erziehung in Kinderkrippen, Kitas und in allen Schulformen. Ebenso sollen strukturelle und inhaltliche Angebote für Schüler mit Behinderung geschaffen werden. Der Arbeitskreis fordert ebenso ein Aufnahmerecht für behinderte Schüler an inklusiven Schulen.
Im Schuljahr 2009/2010 besuchten 522 behinderte Schüler aus Mainz eine Schule, 374 davon wurden auf Förderschulen unterrichtet, 148 auf Schwerpunktschulen wie der Windmühlenschule oder der Astrid-Lindgren-Schule.
In Schwerpunktschulen lernen Schüler mit Behinderung gemeinsam mit nicht behinderten Schülern. Derzeit wird in Mainz an vier Grundschulen, zwei Hauptschulen und zwei integrierten Gesamtschulen nach diesem Konzept unterrichtet. Mit seinem Aktionsplan zielt der Behindertenbeirat auch darauf ab, die Quote behinderter Schüler über den Ausbau von Schwerpunktschulen bis 2014 um 50 Prozent und bis 2020 um 70 Prozent zu erhöhen. Klären will der Beirat unter anderen mit Schulamt und ADD, wie sich Barrierefreiheit an Schulen definiert. Auch sieht der Aktionsplan vor, dass Zuschüsse künftig von Barrierefreiheit und inklusiver Beschulung abhängen.

Allgemeine Zeitung - Entwurf für Inklusion in Schulen steht

Freie Fahrt auch im Rollstuhl

Freie Fahrt auch im Rollstuhl

28. April 2011 |
Von der Rampe rollt sich’s leicht herunter: Busfahrer Volker Schwertfeger, zugleich Schwerbehindertenvertreter der KVG, erleichtert Rollstuhlfahrerin Annika Stoeckicht vom Beirat für Menschen mit Behinderungen das Verlasses des Busses. Foto: suhr
Kieler Verkehrsbetriebe stellen Faltblatt vor: Barrierefrei mit dem Bus durch die Landeshauptstadt
Mobil sein - ohne Abhängigkeit, das ist für ältere Menschen und Menschen mit Behinderungen oft nur mit öffentlichen Verkehrsmitteln möglich. Und aufgrund des demografischen Wandels nimmt die Gruppe der Älteren zu. Ein Grund für die Stadt Kiel und die Kieler Verkehrsgesellschaft (KVG), Tipps für die Fahrt mit den Bussen in der Landeshauptstadt zu veröffentlichen. Das neue Faltblatt wurde gestern am Kieler Umsteiger vor dem Hauptbahnhof vorgestellt.
Freie Fahrt auch im Rollstuhl

Autoumrüstungen: Ein Drehknopf ersetzt das Gaspedal - Wirtschaft - Rhein-Main-Zeitung - FAZ.NET

Ein Drehknopf ersetzt das Gaspedal

Das Dietzenbacher Unternehmen Petri und Lehr baut Autos behindertengerecht um. Der Markt für Schwenksitze und Co. wächst stark.

Von Mona Jaeger, Dietzenbach
Ein Knopfdruck und der Rollstuhl verschwindet auf der Rückbank des Autos.Ein Knopfdruck und der Rollstuhl verschwindet auf der Rückbank des Autos.
28. April 2011
Dietzenbach. Das Gefühl muss schier unglaublich sein. Ein Nissan Qashqai, groß, schwarz, bullig - und davor die Frau im Rollstuhl, deren Kopf auf Höhe des Türgriffs ist. Und dann braucht es nur einen Knopfdruck, die Fahrertür öffnet sich, und ein ausfahrender Lift befördert die Frau samt Rollstuhl auf die Höhe des Fahrersitzes. Über ein Rutschbrett gleitet sie hinüber. Die hintere Tür geht auf, der leere Rollstuhl wird zusammengefaltet, in eine Schiene eingerastet und legt sich sanft auf die Hinterbank. Nach zwei Minuten kann die erste Fahrt in ein Stückchen Freiheit beginnen.

Autoumrüstungen: Ein Drehknopf ersetzt das Gaspedal - Wirtschaft - Rhein-Main-Zeitung - FAZ.NET

Voller Elan gemeinsam musiziert | Südwest Presse Online

Göppingen. Zehn Jahre ist sie jung, die Integrative Musikwerkstatt für Jugendliche mit und ohne Behinderung. Mit einem Konzert im gut besuchten Alten E-Werk wurde das Jubiläum gefeiert.
Göppingens Kulturbürgermeister Jürgen Lämmle zeigte sich in seinem Grußwort erfreut über die sehr gute Entwicklung der Integrativen Musikwerkstatt, die ein selbstverständlicher und erfolgreicher Bestandteil des Angebots der Jugendmusikschule Göppingen geworden sei. Sein besonderer Dank ging dabei an die Musikpädagogin Hedwig Krempels, die die Musikwerkstatt von Beginn an mit viel Engagement, Kompetenz und persönlichem Einsatz geleitet habe.
Eröffnet wurde das Jubiläumskonzert vom Vivaldiorchester der Jugendmusikschule. Die Mittelstufenstreicher musizierten unter der Leitung von Barbara Riede schwungvoll die festliche Ouvertüre der Feuerwerksmusik von Händel. Danach begleitete das Orchester aufmerksam die Jugendlichen der Musikwerkstatt beim Beatles-Song "Yesterday". "Mozart auf afrikanisch" hieß ein weiterer Titel der von Hedwig Krempels geleiteten Musikwerkstatt. In Anlehnung an Mozarts Klaviersonate A-Dur entwickelten sich schöne und fantasievolle Klänge.
Der Bläserspielkreis, ebenfalls ein Nachwuchsensemble der Jugendmusikschule, setzte unter Eberhard Schmids Leitung das Programm mit Popsongs fort. Titel von Xavier Naidoo standen beim Finale im Mittelpunkt, das die Integrative Musikwerkstatt voller Elan gemeinsam mit dem Bläserspielkreis gestalteten. Das Publikum applaudierte begeistert.
Die "Integrative Musikwerkstatt für Jugendliche mit und ohne Behinderung" war 2001 in einer gemeinsamen Initiative der Jugendmusikschule Göppingen mit dem Verein "Gemeinsam Leben - Gemeinsam Lernen" und dem "Sozialen Friedensdienst Göppingen" gegründet worden. Von Anfang an ging es darum, behinderte Kinder und Jugendliche in den Musikschulbetrieb zu integrieren. Der Bundesbeauftrage für die Belange behinderter Menschen hat die Integrative Musikwerkstatt als "Leuchtturmprojekt" auf die bundesweite Inklusionskarte gesetzt.

Voller Elan gemeinsam musiziert | Südwest Presse Online

Platz für alle Kinder - Kölnische Rundschau

Spielplatz

Platz für alle Kinder

Erstellt 28.04.11, 07:03h

Es soll ein ganz besonderer Spielplatz werden, der in Gymnich in der Schützenstraße entstehen wird. Erstmals wird es auch spielgeräte geben, an denen behinderte Kinder ihre Fähigkeiten ausprobieren und nutzen können. Mitte Mai werden die Pläne vorgestellt.

ERFTSTADT - Es soll ein ganz besonderer Spielplatz werden, der in Gymnich in der Schützenstraße entstehen wird. Bei den Spielgeräten, die für das Areal zwischen dem neuen Friedhofsparkplatz und dem Schützenheim eingeplant sind, wird erstmals für Erftstadt ein „integratives Spielgerät“ dabei sein.
Integratives Spielgerät, das bedeutet, dass auch behinderte Kinder es zum Klettern und ausprobieren ihrer Fähigkeiten nutzen können. Daneben sind als herkömmliche Geräte eingeplant ein Spielschiff, eine Schaukel, ein Federwippgerät, eine Tischtennisplatte, Bänke sowie Mülleimer und ein stabiler Zaun. Alles zusammen wird mit 90 000 Euro zu Buche schlagen.

Platz für alle Kinder - Kölnische Rundschau

Sich selbst fühlen (Tageszeitung junge Welt)

Sich selbst fühlen

Ich bin verrückt, du bist verrückt: Sogenannte Behinderte spielen Lewis Carrolls »Alice«-Geschichten in Berlin und Greifswald

Von Anja Röhl

28.04.2011: Sich selbst fühlen (Tageszeitung junge Welt)

Mit geballter Kraft Sport verbreiten | inFranken.de

Mit geballter Kraft Sport verbreiten

27.04.2011 Ort: Wiesenbronn Von: Gerd Ludwig Die Kitzinger
Behindertensport Berlin, Bamberg, Wiesenbronn - diese Orte haben eines gemeinsam. Hier können Menschen mit Handicaps die Selbstverteidigungs-Sportart Kae- In-Sog-In (auf deutsch Vielfalt) erlernen, die in Kitzingen vor rund 15 Jahren von Horst M. Kohl ins Leben gerufen wurde.

Horst M. Kohl, Gründer des Selbstverteidigungssports für Menschen mit Handicaps, Kae-In-Sog-In. Foto: privat
Was wäre gewesen, wenn Roswitha Kramer, Kitzinger Kreisgeschäftsführerin vom Sozialverband VdK, Horst M. Kohl anno 1994 nicht gebeten hätte, einen Selbstverteidigungskurs für Senioren durchzuführen. Dann wäre aus der losen Gemeinschaft, die sich im kleinen Gymnastikraum der Florian-Geyer-Halle getroffen hatte, am 11. November 1995 wohl nicht Kae-In-Sog-In entstanden.

Mit geballter Kraft Sport verbreiten | inFranken.de

Bequemer und heller

BAHNHOF 792 000 Euro teure Maßnahme für Modernisierung des Bretzenheimer Haltes
Modernisiert und aktuellen Erfordernissen angepasst wird demnächst das Areal am Bretzenheimer Bahnhof. Beide Bahnsteige werden auf einer Länge von 140 Metern um rund einen halben Meter erhöht, damit die Fahrgäste ebenerdig aussteigen können. Da sich dadurch das Gelände erhöht, muss auch der Zugang zu den Gleisen angehoben werden, damit dieser barrierefrei bleibt.
An den Bahnsteigen werden neue Lampen installiert, und das Leitsystem für behinderte und blinde Fahrgäste wird erneuert. Zudem werden die Unterstellhäuschen für die wartenden Zugreisenden zunächst ab- und später neu aufgebaut. Vor dem Bahnhof entstehen vier neue Parkplätze.
Insbesondere für Rollstuhlfahrer, ältere und gehbehinderte Fahrgäste gestaltet sich künftig der Ein- und Ausstieg leichter. Allerdings wird ein vollständiger, behindertengerechter Zugang nur auf dem Gleis in Richtung Bad Kreuznach realisiert. Das Gleis in Richtung Bingen bleibt jedoch weiterhin nur über die, die Gleise überspannende, hohe Treppe zu erreichen. Es wird auch keine, die Gleise überquerende Rampe gebaut. Die gesetzlich geltende Vorschrift schreibt lediglich vor, dass nur alle 30 Kilometer entlang einer Bahnstrecke ein beidseitiger Zugang für Behinderte garantiert werden muss. Da es etwa in Bingen und anderen Stationen solch einen Zugang gebe, müsse dieser in Bretzenheim nicht gebaut werden, verdeutlicht Ortsbürgermeister Thomas Gleichmann. „Bei späteren Ausbaumaßnahmen kann sich dies womöglich noch ändern“, meint Gleichmann. Vorerst werde jedoch keine entsprechende Rampe über die Gleise gebaut „und würde auch gar nicht vom Eisenbahnbundesamt genehmigt“.

Allgemeine Zeitung - Bequemer und heller

CDU verlangt Initiative für behinderte Schüler | Nordrhein-Westfalen | Dnews.de | Nachrichten auf einen Blick

CDU verlangt Initiative für behinderte Schüler

Veröffentlicht: 27 April 2011 13:08
 

Düsseldorf (dpa/lnw) - Die CDU-Opposition in Nordrhein-Westfalen hat der Landesregierung Untätigkeit bei der Integration behinderter Schüler vorgeworfen. Fünf Monate nach einem einstimmigen Beschluss des Landtags zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention fehle noch immer ein landesgesetzlicher Rahmen. Der schulpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Thomas Sternberg, forderte die Regierung am Mittwoch auf, Planungs- und Finanzierungsverantwortung zu übernehmen. Seinen Angaben zufolge besuchen derzeit nur 14 Prozent der rund 112 000 behinderten Schüler in NRW eine Regelschule. Eltern müssten aber eine Wahl haben, behinderte Kinder nicht nur in Förderschulen unterrichten zu lassen, forderte Sternberg.




CDU verlangt Initiative für behinderte Schüler | Nordrhein-Westfalen | Dnews.de | Nachrichten auf einen Blick

Sozialamt: Geldkrieg gegen Behinderte


Eltern, die ihre erwachsenen, behinderten Kinder zu Hause versorgen, haben mitunter finanzielle Mehrbelastungen - zum Beispiel um ein Haus rollstuhlgerecht umzubauen. 

Sozialamt: Geldkrieg gegen Behinderte

21. April 2011 16:31 Uhr von Benedikt Reichel | Quelle: Ruhr Nachrichten
Rechtmäßiger Anspruch oder Abzocke, um die Kasse aufzubessern? Die Stadt zweigt in mehreren Fällen das Kindergeld von erwachsenen Menschen mit Behinderung ab. Die Betroffenen fühlen sich vor den Kopf gestoßen.
Erst versucht das Sozialamt ihr Kindergeld einzukassieren. Nun kürzen sie ihrem behinderten Sohn die Grundsicherung. Petra Witt wird langsam richtig sauer.Der erste Schlag kam im November 2010. Ein Brief der Kindergeldkasse erreichte Petra Witt. Betreff: Das Kindergeld für ihren behinderten Sohn Maximilian. Das städtische Sozialamt hatte einen "Abzweigungsantrag" gestellt und das Kindergeld für den 25-Jährigen für sich beansprucht.Kindergeld für behinderte ErwachsenseHintergrund: Menschen mit Behinderung bekommen das Kindergeld (184 Euro) auch wenn sie volljährig sind ausbezahlt, erhalten zudem die Grundsicherung - also den Regelsatz von 364 plus Mietanteil. Für den spastisch behinderten Maximilian, der im Rollstuhl sitzt, summiert sich das auf 689 Euro im Monat.Nun unterstellte das Sozialamt, dass mit der Grundsicherung alle Ausgaben für das behinderte Kind abgegolten sind und steckt sich das Kindergeld in die eigene Tasche - sofern die Eltern nicht nachweisen können, dass sie die 184 Euro auch tatsächlich für besondere Aufwendungen dem Kinde zugute kommen lassen. "Damit wird uns doch unterstellt, dass wir uns nicht um den Unterhalt kümmern", sagt Petra Witt. Sie legte Widerspruch ein, und bekam Recht. Auf die Nachzahlung des Kindergeldes seit November wartet sie bis heute
westline | Sozialamt: Geldkrieg gegen Behinderte

Landkreis Fulda: Inklusion ist keine IntegrationXXL

Verein „Eine Schule für Alle! in Fulda“ fördert inklusive Schulbildung im Landkreis
Inklusion ist keine IntegrationXXL
FULDA. Haben Sie schon mal was von Inklusion gehört? Inklusion bedeutet die uneingeschränkte Teilhabe behinderter Menschen an allen Bereichen der Gesellschaft. Obwohl es sich bei Inklusion um ein Menschenrecht handelt, ist der Begriff hierzulande noch recht unbekannt. Doch in Fulda gibt es seit Sommer letzten Jahres den Verein „Eine Schule für Alle! in Fulda e.V.“, der sich aktiv mit dem Thema auseinandersetzt und insbesondere die Vision von einem inklusiven Schulsystem in der Region vorantreibt.

Landkreis Fulda: Inklusion ist keine IntegrationXXL

Soziale Inklusion – Wikipedia

Soziale Inklusion


Veranschaulichung unterschiedlicher Konzepte
Die Forderung nach Sozialer Inklusion ist verwirklicht, wenn jeder Mensch in seiner Individualität von der Gesellschaft akzeptiert wird und die Möglichkeit hat, in vollen Umfang an ihr teilzuhaben bzw. teilzunehmen. Unterschiede und Abweichungen werden im Rahmen der sozialen Inklusion bewusst wahrgenommen, aber in ihrer Bedeutung eingeschränkt oder gar aufgehoben. Ihr Vorhandensein wird von der Gesellschaft weder in Frage gestellt noch als Besonderheit gesehen. Das Recht zur Teilhabe wird sozialethisch begründet und bezieht sich auf sämtliche Lebensbereiche, in denen sich alle barrierefrei bewegen können sollen.
Inklusion beschreibt dabei die Gleichwertigkeit eines Individuums, ohne dass dabei Normalität vorausgesetzt wird. Normal ist vielmehr die Vielfalt, das Vorhandensein von Unterschieden. Die einzelne Person ist nicht mehr gezwungen, nicht erreichbare Normen zu erfüllen, vielmehr ist es die Gesellschaft, die Strukturen schafft, in denen sich Personen mit Besonderheiten einbringen und auf die ihnen eigene Art wertvolle Leistungen erbringen können. Ein Beispiel für Barrierefreiheit ist, jedes Gebäude rollstuhlgerecht zu gestalten. Aber auch Barrieren im übertragenen Sinn können abgebaut werden, z. B. indem ein sehbehinderter Mensch als Telefonist oder als Sänger arbeitet.

Soziale Inklusion – Wikipedia

Bielefeld Direkt » Europäischer Protesttag in Bielefeld

Europäischer Protesttag in Bielefeld

Menschen mit Behinderung fordern Gleichstellung


Bielefeld-Bethel. „Inklusion beginnt im Kopf“ – unter diesem Motto machen am „Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung“ (5. Mai) zahlreiche Veranstaltungen in Bielefeld auf die besonderen Lebenssituationen von Menschen mit Behinderung aufmerksam. Neu ist in diesem Jahr eine Demonstration für die Rechte von Menschen mit Behinderung vom Jahnplatz zum Alten Markt.

Bielefeld Direkt » Europäischer Protesttag in Bielefeld

ots.at: "Ich kann alles außer hören" Abgeordnete Helene Jarmer präsentiert Autobiographie im Parlament =

"Ich kann alles außer hören" Abgeordnete Helene Jarmer präsentiert Autobiographie im Parlament =


Wien (PK) - Wie es ist, die eigene Stimme nicht zu kennen und 
noch nie bewusst Musik gehört zu haben, können sich die meisten 
Menschen nicht vorstellen. Helene Jarmer weiß von dieser 
Situation aus eigener Erfahrung zu berichten: Sie verlor 
ihr  Gehör im Alter von zwei Jahren. In ihrer heute Abend 
in den  Räumlichkeiten des Palais Epstein vorgestellten 
Biographie  "Schreien nützt nichts. Mittendrin statt still dabei" 
gewährt die  erste gehörlose Abgeordnete im österreichischen 
Parlament und  deutschsprachigen Raum tiefe Einblicke in die 
für die meisten  Menschen unbekannte Welt der Gehörlosigkeit.  

ots.at: "Ich kann alles außer hören" Abgeordnete Helene Jarmer präsentiert Autobiographie im Parlament =

Online-Beratung des Deutschen Caritasverbandes e.V. | Leben mit Behinderung oder psychischer Erkrankung

Online-Beratung bei Behinderung oder psychischer Krankheit

Haben Sie Fragen zu Behinderungen und brauchen Beratung?
Suchen Sie Rat bei psychischen Erkrankungen?
Wünschen Sie sich praktische Unterstützung und wissen nicht, wo Sie sie finden können?

Online-Beratung des Deutschen Caritasverbandes e.V. | Leben mit Behinderung oder psychischer Erkrankung

NAKOS - Selbsthilfegruppe finden

Selbsthilfegruppe finden


In Deutschland gibt es 70.000 bis 100.000 Selbsthilfegruppen. Sie entstehen auf eigene Initiative und zu allen nur erdenklichen Themen und Problemen.
Die lokalen und regionalen Selbsthilfekontaktstellen sammeln Informationen zu den Selbsthilfegruppen in der jeweiligen Region. Sie beraten kompetent und vermitteln die passende Selbsthilfegruppe. Dort können Sie Gruppenkontakte erhalten.
Aktuelle Kontaktadressen finden Sie in unserer Datenbank
NAKOS - Selbsthilfegruppe finden

ZSL - Zentrum für Selbstbestimmtes Leben - News - Dreisprachiges Gebärden-Wörterbuch geht online

Dreisprachiges Gebärden-Wörterbuch geht online

27.04.2011 | Tages Anzeiger | (miw/sda) | Schweiz
Das Lexikon beinhaltet rund 1000 Gebärden auf Deutsch, Französisch und Italienisch. Es soll regionale Unterschiede berücksichtigen – denn in der Schweiz gibt es auch in der Gebärdensprache verschiedene Dialekte.
Eine gezeichnete Frau zeigt Gebärdensprache
Soll einem breiten Publikum den Zugang zur Gebärdensprache erleichtern: Online-Lexikon.

ZSL - Zentrum für Selbstbestimmtes Leben - News - Dreisprachiges Gebärden-Wörterbuch geht online

2011-04-27

Herford » Demo für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen

Demo für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen

Am 5. Mai Protestzug durch die Innenstadt


Herford. „Alle inklusive - Alle gemeinsam“: unter diesem Motto wird am 5. Mai ab 13 Uhr in Herford für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen demonstriert. Barrieren und Trennwände in den Köpfen, die der Gleichstellung entgegenstehen, sollen an dem europaweiten Protesttag angesprochen werden. Organisiert wird die Herforder Veranstaltung vom Wittekindshof, der Stiftung Bethel, der Lebenshilfe, dem Diakonischen Werk und dem Behinderten- und Seniorenbüro der Stadt Herford.
Um 13 Uhr wird vom Alten Markt in Herford ein Protestzug durch die Innenstadt starten. Er wird begleitet von der Wittekindshofer Sambagruppe SoLe. Mit dem Marsch sollen die Besucherinnen und Besucher der Innenstadt eingeladen werden, ab 14 Uhr auf dem Alten Markt zu feiern und sich mit der Situation von Menschen mit Behinderungen auseinandersetzen. Ein Zwischenstopp wird zuvor am Rathaus eingelegt. Hier begrüßt der Schirmherr der Veranstaltung, Herfords Bürgermeister Bruno Wollbrink, die Demonstranten.
„Der Begriff Inklusion betrifft alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens und geht jeden und jede an. Inklusion ist der Versuch, Beziehungen für alle zu ermöglichen und Vielfalt zu bejahen“, erklärt die Behindertenbeauftragte der Stadt Herford, Martina Nickles. Abgrenzende Kategorien wie schwach oder stark, normal oder anders würden zurückgedrängt. Stattdessen rücke Inklusion die persönliche Begegnung und die Bereicherung in den Blick, die wir durch das gemeinsame Leben von Menschen mit und ohne Behinderung erführen.

Wochenanzeiger Herford » Demo für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen

Würzburg: Protesttag mal anders - Behinderung als Selbsterfahrung: Regionalnews - Radio Gong - Würzburg

Würzburg: Protesttag mal anders - Behinderung als Selbsterfahrung
21.04.11 - 13:10 Uhr
vergrößern
Foto: Albrecht E. Arnold / pixelio.de
Mit dem Rollstuhl durch die Stadt, als Blinder an einer Kreuzung - für Menschen mit Behinderung ist das Zurechtfinden im Alltag oft eine Herausforderung. Wie genau das sich anfühlt, können alle Mainfranken am Donnerstag, 5. Mai, auf dem Unteren Markt in Würzburg erfahren. Der Behindertenbeirat der Stadt will dort mit einem speziellen Parcours die Welten behinderter und nicht behinderter Menschen ein bisschen näher aneinander rücken.

Dort kann beispielsweise erprobt werden, wie schwer es ist, mit einem Rollstuhl eine Bordsteinkante zu überqueren. Mit einem Bleianzug soll zudem das Körpergefühl dicker oder auch älterer Menschen simuliert werden. Auf einem Blindenparcours kann zudem ausprobiert werden, die es sich mit einer Sehbehinderung lebt.

Der Aktionstag läuft am Donnerstag, 5. Mai, zwischen 11 und 15 Uhr.
Würzburg: Protesttag mal anders - Behinderung als Selbsterfahrung: Regionalnews - Radio Gong - Würzburg

Hochschule in NRW forscht zur Teilhabe von Behinderten

Ärzte Zeitung, 26.04.2011


Hochschule in NRW forscht zur Teilhabe von Behinderten

Die Lebenserwartung von Menschen mit Behinderung steigt immer weiter. Das Problem: Die Gesellschaft ist schlecht darauf vorbereitet. In NRW soll die Teilhabe nun erforscht werden.
KÖLN (gia). Die Katholische Hochschule NRW hat den Forschungsschwerpunkt "Teilhabeforschung" eingerichtet. Die Einrichtung hat gleichermaßen ältere Menschen sowie Menschen mit Behinderung im Blick. Die Etablierung des neuen wissenschaftlichen Schwerpunkts steht in engem Zusammenhang mit Inkrafttreten der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung.
Das Übereinkommen trat 2008 in Kraft und hat die unterzeichnenden Länder dazu verpflichtet, Menschen mit Behinderung die gleichberechtigte Teilhabe an allen gesellschaftlichen Lebensbereichen zu eröffnen.
Beispielhaft für die Arbeit im neuen Forschungsschwerpunkt ist das Projekt "Lebensqualität inklusiv(e)". Die beteiligten Wissenschaftler beschäftigen sich mit einem Phänomen, das bisher kaum wahrgenommen wurde: Dem Älterwerden geistig behinderter Menschen.(..)
Dabei arbeiten Wissenschaftler unterschiedlicher Disziplinen zusammen - darunter Mediziner, Soziologen, Psychologen, sowie Rechtswissenschaftler.
Nach Auffassung von Dieckmann ist der Forschungszweig in Deutschland bisher zu wenig berücksichtigt worden. "Es ging in der Forschung oftmals um Inklusion in Schulen, Teilhabe ist aber sehr viel umfassender zu verstehen", sagt Dieckmann.
Hochschule in NRW forscht zur Teilhabe von Behinderten

"Bezüglich des Leistungsgeschehens und der Qualitätssicherung liegen speziell für den Bereich der stationären Behindertenhilfe wenig aussagekräftige Informationen und Daten vor.Insbesondere die Pflegequalität in Heimen der Behindertenhilfe ist bislang noch weitgehend unerforscht (...)"

Erster Bericht des Bundesministeriums über die Situation der Heime
und die Betreuung der Bewohnerinnen und Bewohner 2006 
 
bmfsfj.de

"Immer mehr der derzeit rund 6,7 Millionen schwer behinderten Menschen in Deutschland werden laut einer Studie in den kommenden Jahren das Rentenalter erreichen, ohne dass dafür das Sozialsystem bisher gerüstet ist. Dieses Phänomen sei für Deutschland neu, weil die Nationalsozialisten mit ihrer "Euthanasie"-Politik die vorhergehenden Generationen von Behinderten weitgehend ermordet haben (...)" 
Evangelischer Pressedienst 2009

Abschaffung des Zivildienstes bereitet Sorgen - Hamm Bockum-Hövel - Hamm - Lokales - wa.de

Abschaffung des Zivildienstes bereitet Sorgen


BOCKUM-HÖVEL ▪ Mit der Abschaffung der Wehrpflicht wurde auch die Alternative zum Dienst an der Waffe, der Zivildienst abgeschafft. Die Auswirkungen werden für Altenheime, Kindergärten und auch Jugendzentren zu einem Problem.
Mit Daniel Brämer (rechts), Julian Heimann (Dritter von rechts) und Daniel Langner (Dritter von links) haben sich die letzten drei Zivildienstleistenden aus den Ludgeristiften verabschiedet. Bewohner und Mitarbeiter wissen, dass die Zivis eine Lücke hinterlassen, die nicht so leicht zu schließen ist. ▪
© Ackermann
Mit Daniel Brämer (rechts), Julian Heimann (Dritter von rechts) und Daniel Langner (Dritter von links) haben sich die letzten drei Zivildienstleistenden aus den Ludgeristiften verabschiedet. Bewohner und Mitarbeiter wissen, dass die Zivis eine Lücke hinterlassen, die nicht so leicht zu schließen ist. ▪
Für viele dieser Stellen waren die „Zivis“ über viele Jahre eine wichtige Hilfe. Auch wenn an die Stelle des Zivildienstes ein neuer Freiwilligendienst treten soll, der zwischen zwölf und 23 Monate dauern kann, werden die jungen Männer in vielen Einrichtungen fehlen. „Sie hinterlassen eine Lücke, die kaum zu schließen sein wird,“ glaubt auch Jürgen Metz, Geschäftsführer der Ldugeri-Einrichtungen. Er hat jetzt seine letzten drei Zivildienstleistenden verabschiedet.
Seit 1991 hat Metz in den Alteneinrichtungen 60 Zivis beschäftigt. Auch wenn ihre Einsatzmöglichkeiten mitunter auch wegen der Kürze der Zivildienstzeit beschränkt gewesen waren, habe der Zivildienst eine hohe Bedeutung in den Seniorenheimen gehabt. Auf den ersten Blick seien die Tätigkeiten sicher nur Kleinigkeiten, für die Bewohner allerdings aber sehr wichtig und bedeutend. Manche Betreuungsangebote, die von den jungen Männern oft mit viel Einfühlungsvermögen ausgeführt wurden, können ohne diese Hilfe gar nicht mehr gemacht werden.

Abschaffung des Zivildienstes bereitet Sorgen - Hamm Bockum-Hövel - Hamm - Lokales - wa.de

Vorsorgevollmacht im Blick | WESER-KURIER

Expertin hält Vortrag beim DRK

- 27.04.2011


Vorsorgevollmacht im Blick

Von Andreas Hanuschek

Kuhstedt. Die Botschaft von Monika Dittmer, Juristin aus Rendsburg, war unmissverständlich: "Bitte, bitte tun sie etwas." Dittmer war auf Einladung des DRK-Ortsverbands Kuhstedt im Gasthof Ahrens zu Gast. Sie referierte über die Themen Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung und Patiententestament. Dittmers Meinung war klar: Jeder Mensch mit Vollendung des 18. Lebensjahres sollte für den Fall eines Falles einen Vertreter benannt haben, da sonst eine fremde Person bestimme, "wo es lang geht".
Dittmer widmete sich der Vorsorgevollmacht und erzählte von ihrem Sohn, der 18 Jahre alt wird und nun endlich machen kann, was er will. Zuvor waren Vater und Mutter die gesetzlichen Vertreter gewesen, darüber brauchte man sich keine Gedanken zu machen. Doch nun, einen Tag später, sei alles anders. "Fällt man aus, springt ohne Vollmacht der Staat mit einem gesetzlichen Betreuer ein - und eben nicht mehr Mutti oder Vati." Es sei für sie nicht vorstellbar, dass dies gewollt sei, so die Dozentin. Das Gleiche gelte auch zwischen Ehegatten: "Da gibt es keinen Automatismus, dass der Ehepartner Vertreter wird. Das geht nur mit einer Vollmacht."
Der Ehepartner übernimmt in vielen geregelten Fällen diesen Part. Alternativ könnten aber auch Freunde, Nachbarn, Kinder als gesetzliche Stellvertreter einspringen. Zum Verfahren selbst gab Dittmer zahlreiche Tipps. So sei es auch möglich, mehrere Stellvertreter einzutragen. Allerdings sollte es sich statt um "oder"- um "und"-Formulierungen handeln. Sonst drohten wohl endlose Diskussionen. Logisch, dass der benannte Vertreter sein Einverständnis geben muss.
Das Ganze hat schriftlich zu erfolgen, einen Notar benötigt man nicht. Der sei nur erforderlich, wenn man seinen Stellvertreter, oder wie Dittmer betont, "sein zweites Ich" unwiderruflich benennen will. Davon aber rate sie ab. Widerruf sollte nach einer Enttäuschung beispielsweise möglich sein, "Und wer wurde noch nicht enttäuscht?", fragte sie in die Runde.
Wichtig ist eine Bescheinigung des Hausarztes über die geistige Fitness, andernfalls gelte die Vollmacht nicht. Ebenfalls und gesondert einzutragen sei die sogenannte Betreuungsverfügung; andernfalls springt ein Berufsbetreuer (früher: Vormund) ein. Dittmer schilderte Fälle, in denen ein Berufsbetreuer für 70 Personen zuständig ist. Sie betonte: "Es gibt hervorragende Berufsbetreuer, aber es gibt auch die anderen. Da wird dann als erstes die Rente aufs eigene Konto umgeleitet."

Vorsorgevollmacht im Blick | WESER-KURIER

Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen/Artikel 12 - Gleiche Anerkennung vor dem Recht

(1) Die Vertragsstaaten bekräftigen, dass Menschen mit Behinderungen das Recht haben, überall als Rechtssubjekt anerkannt zu werden.
(2) Die Vertragsstaaten anerkennen, dass Menschen mit Behinderungen in allen Lebensbereichen gleichberechtigt mit anderen Rechts- und Handlungsfähigkeit genießen.
(3) Die Vertragsstaaten treffen geeignete Maßnahmen, um Menschen mit Behinderungen Zugang zu der Unterstützung zu verschaffen, die sie bei der Ausübung ihrer Rechts- und Handlungsfähigkeit gegebenenfalls benötigen.
(4) Die Vertragsstaaten stellen sicher, dass zu allen die Ausübung der Rechts- und Handlungsfähigkeit betreffenden Maßnahmen im Einklang mit den internationalen Menschenrechtsnormen geeignete und wirksame Sicherungen vorgesehen werden, um Missbräuche zu verhindern. Diese Sicherungen müssen gewährleisten, dass bei den Maßnahmen betreffend die Ausübung der Rechts- und Handlungsfähigkeit die Rechte, der Wille und die Präferenzen der betreffenden Person geachtet werden, es nicht zu Interessenkonflikten und missbräuchlicher Einflussnahme kommt, dass die Maßnahmen verhältnismäßig und auf die Umstände der Person zugeschnitten sind, dass sie von möglichst kurzer Dauer sind und dass sie einer regelmäßigen Überprüfung durch eine zuständige, unabhängige und unparteiische Behörde oder gerichtliche Stelle unterliegen. Die Sicherungen müssen im Hinblick auf das Ausmaß, in dem diese Maßnahmen die Rechte und Interessen der Person berühren, verhältnismäßig sein.
(5) Vorbehaltlich dieses Artikels treffen die Vertragsstaaten alle geeigneten und wirksamen Maßnahmen, um zu gewährleisten, dass Menschen mit Behinderungen das gleiche Recht wie andere haben, Eigentum zu besitzen oder zu erben, ihre finanziellen Angelegenheiten selbst zu regeln und gleichen Zugang zu Bankdarlehen, Hypotheken und anderen Finanzkrediten zu haben, und gewährleisten, dass Menschen mit Behinderungen nicht willkürlich ihr Eigentum entzogen wird.
inclusion.cc 

Art. 12 (Gleiche Anerkennung behinderter Menschen vor dem Gesetz)
Weltweit werden nicht nur Menschen mit geistiger Behinderung oder psychischer Beeinträchtigung, sondern auch blinde und taubstumme Menschen entmündigt oder für geschäftsunfähig erklärt.
Art. 12 des Übereinkommens will dies nicht länger tolerieren und regelt in unmissverständlicher Form, dass jeder Mensch unabhängig von Art und Schweregrad seiner Behinderung in allen Lebensbereichen rechts- und handlungsfähig ist.
Benötigt er Schutz, um im Rechtsverkehrs nicht übervorteilt zu werden, so soll er bei der Ausübung seiner Rechte durch Dritte unterstützt werden, die nicht als gesetzliche Vertreter anstelle des behinderten Menschen handeln, sondern ihm assistieren, sein Recht auf Selbstbestimmung wahren und jeden Anhaltspunkt, der für eine Willensbekundung des behinderten Menschen spricht, beachten.
Dies ist die eindeutige Botschaft des Art. 12, der die Vertragsstaaten verpflichtet, in ihren Rechtsordnungen die Voraussetzung dafür zu schaffen, dass alle behinderten Menschen „Zugang zu der Unterstützung“ erhalten, „die sie bei der Ausübung ihrer Rechts- und Handlungsfähigkeit ggf. benötigen.“
Doch was liest die Bundesregierung in Art. 12 hinein?
Sie behauptet in ihrer Denkschrift (BR-Drs. 760/08, S. 49 f.), dass ein Mensch nur dann als handlungsfähig eingestuft werden kann, wenn er „in der Lage ist, die Bedeutung seines Verhaltens zu beurteilen und auch nach dieser Einsicht zu handeln.“ Nur dann könne ihm die Rechtsordnung „die Folgen seines Verhaltens zurechnen, d.h. ihn als geschäfts- oder deliktsfähig ansehen.“
Damit will die Bundesregierung an den über 100 Jahre alten Vorschriften des Bürgerlichen Gesetzbuchs festhalten, die davon ausgehen, dass ein Mensch, der sich in einem „die freie Willensbestimmung ausschließenden Zustand krankhafter Störung der Geistestätigkeit“ befindet, geschäftsunfähig ist und keine rechtwirksamen Erklärungen abgeben kann (§§ 104 und 105 BGB). Dabei soll allerdings nicht unerwähnt bleiben, dass die §§ 104 f. in erster Linie dem Schutz der Menschen dienen sollen, die aufgrund ihrer geistigen Schwäche der Gefahr ausgesetzt sind, im Rechtsverkehr übervorteilt zu werden. Der Wortlaut der §§ 104 f. BGB erlaubt es jedoch auch dem Geschäftspartner des behinderten Menschen, sich auf dessen vermeintliche Geschäftsunfähigkeit zu berufen, wenn er sich von einer vertraglichen Bindung lossagen will.
Art. 12 verbietet eine derartige einschränkende Auslegung des Begriffs der rechtlichen Handlungsfähigkeit!
Doch wie kann man sich gegen diese einseitige Interpretation zur Wehr setzen? Einige Völkerrechtsexperten vertreten die Auffassung, dass Art. 12 zu den Rechten zählt, die – vgl. Art. 4 Abs. 2 letzter Halbsatz – nach Inkrafttreten der Behindertenrechtskonvention sofort anwendbar sind. Doch dies setzt voraus, dass sich ein deutsches Gericht bereit erklärt, die §§ 104 f. BGB wegen Unvereinbarkeit mit Art. 12 der Konvention für unanwendbar zu erklären.
Im Übrigen sind die Rechtsmittel, die das Übereinkommen der Vereinten Nationen zur Verfügung stellt, beschränkt: Während Verstöße gegen europäische Menschenrechtskonventionen vom Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg geahndet werden können, haben die Vereinten Nationen keinen Weltgerichtshof eingerichtet.
Deutschland hat allerdings zeitgleich mit dem UN-Überreinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen ein sogenanntes Fakultativprotokoll ratifiziert, in dem sich die Vertragsstaaten verpflichten, die Individualbeschwerde eines behinderten Menschen zuzulassen. Danach kann jede behinderte Person, die eine Verletzung ihrer Menschenrechte behauptet, ein von den Vereinten Nationen eingerichtetes internationales Komitee anrufen. Grundbedingung ist jedoch, dass der Betroffene zuvor alle innerstaatlichen Rechtsbehelfe ausgeschöpft, das heißt sich durch alle nationalen Gerichtsinstanzen durchgeklagt hat.
Es empfiehlt sich deshalb, die Umsetzung des Art. 12 in deutsches Recht nicht im Klageweg erzwingen zu wollen, sondern den deutschen Gesetzgeber aufzufordern, ein Netzwerk rechtlicher und sozialer Unterstützung zu entwickeln, das auf der Gewährleistung der vollen Handlungsfähigkeit behinderter Menschen aufbaut. Das deutsche Betreuungsrecht ist dafür ein geeigneter Ausgangspunkt, weil die Anordnung einer Betreuung den behinderten Menschen zunächst nicht in seiner Geschäftsfähigkeit beschneidet (Ausnahme: die Anordnung eines Einwilligungsvorbehalts nach § 1903 BGB!). Eine Unterstützung i. S. d. Art. 12 Abs. 3 BRK, mit der die volle Handlungsfähigkeit eines behinderten Menschen garantiert werden soll, setzt aber neben der rechtlichen Betreuung eine passgenaue, dem individuellen Bedarf eines Menschen Rechnung tragende soziale Unterstützung voraus. Über soziale Rechte und die Anordnung entsprechender sozialer Hilfen entscheidet jedoch nicht das Betreuungsgericht, sondern die Sozialgerichtsbarkeit.
Der Aufbau eines funktionierenden Systems von Unterstützungsleistungen i.S.d..im Sinne des Art. 12 Abs. 3 BRK setzt also die Verknüpfung von Betreuungsrecht und Sozialrecht voraus mit dem Ziel, die rechtliche Handlungsfähigkeit eines behinderten Menschen mit Hilfe umfassender rechtlicher und sozialer Assistenzleistungen zu erhalten bzw. aufzubauen.
Deutschland sollte derartige Modelle erproben, z.B. indem es Betreuungsbehörden und Sozialbehörden zur Zusammenarbeit verpflichtet und die Kooperationsbedingungen konkret beschreibt."
Klaus Lachwitz: Volle Bürgerrechte für Menschen mit geistiger Behinderung – Die Konsequenzen der Art. 12 ff. der Behindertenrechtskonvention
behindertenbeauftragte.de

Schicksalsverwalter

IHR SCHICKSAL VERWALTE ICH
Sie kennen mich noch nicht – aber eines Tages werden Sie mich vielleicht kennen lernen, mich oder einen meiner Kollegen. Man bezeichnet uns als
BERUFSBETREUER
aber das wird Ihnen nicht viel sagen. Betreuung im eigentlichen Sinne des Wortes – also Pflegen, Waschen, Nahrung anreichen, Gesellschaft leisten, Rollstuhl schieben – das alles ist nicht unsere Aufgabe. Jene, die früher unseren Job machten, nannte man
VORMUND
Unsere Aufgabe ist es, Menschen, die ihre Angelegenheiten aufgrund von Krankheit oder Behinderung nicht selber regeln können, helfend und unterstützend zur Seite zu stehen, mitunter auch gegen ihren Willen. Im Grunde sind wir
SCHICKSALSVERWALTER

Schicksalsverwalter

Schweiz Fachstelle Égalité Handicap: UNO-Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen Beitritt – ein notwendiger und logischer Schritt

Medienmitteilung vom 14. April 2011
Vernehmlassung:
UNO-Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen
Beitritt – ein notwendiger und logischer Schritt
Für die rund 800'000 Menschen mit Behinderung in der Schweiz ist der Beitritt zum
UNO-Übereinkommen von zentraler Bedeutung. Der Gleichstellungsrat und die
Fachstelle Égalité Handicap erachten das UNO-Übereinkommen für die Schweiz als
Chance bestehendes Recht und die Gleichstellung von Menschen mit Behinderung
zu stärken und zu konkretisieren.
Tatsache ist: Trotz Bundesverfassung, Behindertengleichstellungsgesetz und Sozialversiche-
rungsgesetzgebung sehen sich Menschen mit Behinderung in der Schweiz immer noch mit Hin-
dernissen und Benachteiligungen konfrontiert. Diese wirken sich für die betroffenen Menschen
negativ auf deren Teilnahme als gleichberechtigte Mitglieder der Gesellschaft aus und verletzten
oft auch Menschenwürde und -rechte.
MM UNO-Behindertenrechtskonvention 14.4.2011

SPD-Fraktion im Münchener Rathaus - Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention im bayerischen Schulwesen

Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention im bayerischen Schulwesen

Birgit Volk


Antrag

Die Stadtverwaltung wird beauftragt, dem Stadtrat darzustellen,

1. die wesentlichen Inhalte des Gesetzentwurfs zur inklusiven Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention im bayerischen Schulwesen

2. ob und welche Leistungen die Landeshauptstadt München für Inklusion im Bildungswesen schon erbringt und

3. dessen voraussichtliche Auswirkungen auf die Landeshauptstadt München als Schulstadt und Schulaufwandsträgerin einschließlich des Konnexitätsprinzips.
Begründung:
SPD-Fraktion im Münchener Rathaus - Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention im bayerischen Schulwesen

Besser teilhaben durch Arbeitsassistenz: RUB unterstützt hörgeschädigte Beschäftigte

27.04.2011 08:48
Sechsmonatiges Pilotprojekt zur Kommunikations- und Arbeitsassistenz

Als bundesweit erste Hochschule erprobt die Ruhr-Universität Bochum die Kommunikations- und Arbeitsassistenz für Hörgeschädigte nach dem „ini.KAB-Ansatz“. Zwischen April und September unterstützt die Kommunikations- und Arbeitsassistentin Barbara Grundei aus Bochum schwerhörige Beschäftigte der Uni kostenfrei und unbürokratisch im Arbeitsalltag. Arbeitswissenschaftler um Prof. Dr. Heiner Minssen (Lehrstuhl für Arbeitsorganisation und -gestaltung) begleiten die Erprobung dieses Instrumentes mit einer Fallstudie.
Für Schwerhörige, Spätertaubte und Menschen mit CI

Der „ini.KAB-Ansatz“ steht für die erste professionelle Weiterbildung zur „Kommunikations- und Arbeitsassistenz für lautsprachlich orientierte Hörgeschädigte im Beruf“ – insbesondere für Schwerhörige, Spätertaubte und Menschen mit Cochlea Implantat (CI). Er wurde vom Lehrstuhl für Arbeitsorganisation und Arbeitsgestaltung der RUB entwickelt und zwischen 2009 und 2010 erstmalig vom Deutschen Schwerhörigenbund e.V. erprobt. Inhalte der Weiterbildung sind zum Beispiel Dolmetschtechniken, berufliches Rollenverhalten als Assistenz und Selbstmanagement.

Besser teilhaben durch Arbeitsassistenz: RUB unterstützt hörgeschädigte Beschäftigte

Einklagbare Rechte in Baden-Württemberg schaffen -- kobinet

7.04.2011 - 15:55

Einklagbare Rechte in Baden-Württemberg schaffen.

Stuttgart (kobinet) Das Landesbehindertengleichstellungsgesetz soll in Baden-Württemberg grundlegend überarbeitet und mit einklagbaren Rechten für Menschen mit Behinderung ausgestattet werden. Das ist nur ein Punkt, der für eine neue Behindertenpolitik steht, die im Koalitionsvertrag zwischen Bündnis 90/Die Grünen und der SPD für Baden-Württemberg verankert wurde. kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul hat sich den Koalitionsvertrag, der unter dem Motto "Der Wechsel beginnt" steht, genauer angeschaut und dokumentiert im folgenden die darin enthaltenen wichtigsten Passagen zur Behindertenpolitik.

Einklagbare Rechte in Baden-Württemberg schaffen -- kobinet

Protesttag für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderung - BayCIV

Protesttag für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderung

05.05.2011 (10:00 - 17:00)
Unter dem Motto "Kein Sonderweg! Inklusion behinderter Menschen von Anfang an" wird der BayCIV auf dem Münchner Marienplatz als eine von ca. 40 Selbsthilfegruppen und Initiativen die Öffentlichkeit über unsere speziellen Anliegen und unsere poltischen Forderungen informieren.

Protesttag für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderung - BayCIV
Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...